Der Reiherschnabel-Stängelrüssler (Lixus vilis) ist eine vorwiegend mediterrane Art. Er ist in Nordafrika, auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich, Italien, auf dem Balkan, in Südosteuropa bis nach Zentralasien verbreitet. Nördlich der Alpen ist die Art sehr selten und oft nur lokal nachgewiesen. Heute gilt die Art in Deutschland als verschollen bzw. extrem selten, aber wohl wieder in Ausbreitung begriffen aufgrund des Klimawandels. Bevorzugt werden warme, trockene Standorte, Magerrasen, Ruderalflächen, sonnige Böschungen, Wegränder, extensiv beweidete Flächen, sandige oder steinige Böden. Typisch ist eine eher lückige Vegetation. Flugzeit ist etwa April bis Juli, regional auch etwas länger in wohl einer Generation. Die Hauptwirtspflanze ist der Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium), gelegentlich werden auch andere Erodium-Arten genannt. Das Weibchen bohrt mit dem Rüssel ein Loch in Stängel oder Wurzelhals der Wirtspflanze und legt dort ein Ei ab. Die Larve entwickelt sich im Stängel bzw. Wurzelhals der Pflanze und frisst das Pflanzengewebe von innen. Die Verpuppung erfolgt in einer Puppenkammer innerhalb der Wirtspflanze. Vermutlich überwintert der Käfer als Imago.