Der Goldgrüne Kirschfruchtstecher oder auch nur Kirschfruchtstecher (Rhynchites auratus) kommt von Sibirien und Vorderasien, Süd- und Zentralrussland sowie in Südeuropa und dem südlichen Mittel- und Osteuropa vor. In Mitteleuropa ist der Käfer in Wärmegebieten verbreitet, aber nicht häufig. Man findet den Käfer von April bis Anfang Juli an verschiedenen Weißdorn- und Prunusarten, insbesondere an Schlehe, weiterhin an Pflaume und Kirsche, ausnahmsweise auch an Birne und Apfel. Die Paarung erfolgt im Mai. Etwa eine Woche später beginnt die Eiablage in den Früchten und je nach Fruchtart, werden die Eier auf verschiedene Weise abgelegt. Der zeitliche Ablauf der Entwicklung hängt von der Klimazone ab. Die Larven ernährt sich vom weichen Kern und vom Fruchtfleisch, je nach Frucht. Nach der Entwicklung, die zwischen 16 und 36 Tagen dauert, verlässt die Larve die heranreifende Frucht und verpuppt sich im Boden. Ab September wandert der Käfer wieder auf Obstbäume und überwintert in Rindenverstecken. Die Larven können eine einjährige Diapause einlegen, d. h. die Verpuppung erfolgt erst im folgenden Herbst.