Die Gemeine Schließmundschnecke (Alinda biplicata) kommt in Nordfrankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Schweiz, Österreich, Ungarn, West- und Südpolen, Tschechien, Slowakei sowie an isolierten Standorten in Südengland, Dänemark, Südnorwegen und Südschweden vor. Man findet sie am Boden lebend an schattigen, eher feuchten Standorten in Wäldern in der Laubschicht und im Totholz, in Beständen von krautigen Pflanzen (z. B. in Brennnesselbeständen) oder zwischen Felsen, alten Mauern und auch in der Krautschicht an Fließgewässern. Nahrung sind Algen, Bakterienrasen, Pilze und verschiedene welke oder faulende Pflanzenteile. Als Zwitter fungiert jeweils ein Partner als Männchen, der andere Partner als Weibchen. Von April bis in den Oktober werden von einem Partner ein bis elf lebende Junge geboren, selten werden weit entwickelte Eier abgelegt. Nach acht bis zehn Monaten Entwicklung sind sie ausgewachsen und geschlechtsreif mit einer Lebenserwartung von 3½ Jahren.