Erinaceus europaeus
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Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist in großen Teilen West- und Mitteleuropas und den Britischen Inseln verbreitet. So z. B. die Iberische Halbinsel, Frankreich, Italien samt einigen Mittelmeerinseln, Deutschland, die Schweiz und Österreich; daneben Teile des Baltikums, das nördliche Russland bis zum Uralgebirge, das südliche Finnland sowie das südliche Skandinavien. Man findet ihn in den verschiedensten Biotopen mit einem abwechslungsreichen Bewuchs aus Hecken, Gebüsch, Bodendeckern, Weideland, Feldraine mit Altgrasbestand oder Staudendickichten, kleinem Gehölz mit Totholzbeständen und Ruderalflächen. Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger. Hauptnahrung sind Insekten, wie Käfer, Ohrwürmer, Schmetterlingsraupen, sowie Tausendfüßer und Regenwürmer, seltener Schnecken, Vogeleier und -küken, Mäuse, Maulwürfe. Paarungszeit ist Ende April oder Mai und erstreckt sich bis Mitte August. Nach rund 35 Tagen Tragezeit werden die zwei bis zehn Jungen zwischen Juni und September in einem großen, mit trockenem Gras, altem Laub und Moos sorgfältig ausgepolstertem Nest geboren. Im Alter von dreieinhalb Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest und versuchen selbständig Nahrung zu finden. Die Geschlechtsreife erlangen sie mit etwa neun Monaten. Der Braunbrustigel hält Winterschlaf von Oktober oder November bis April, mit evtl. Unterbrechungen in einem geschützten kugelförmigen Nest, auch Reisig- oder Laubhaufen.
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